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Kick-off-Baden-Württemberg-Verband

Pressemitteilung:

Im Rahmen einer dreistündigen Auftaktveranstaltung für die Arbeit mit der Vision einer Verschmelzung der drei baden-württembergischen Tischtennisverbände trafen sich am Sonntag in Grünwettersbach (bei Karlsruhe) rund 70 Mitarbeiter der Präsidien und Bezirke.

Fotograf: Volker Arnold

Dieses „Kick-off“ hatte die Zielsetzung, Informationen über die bisherige Historie, die Zielsetzung und die Vorgehensweise auf dem Weg zu einem Zusammenschluss an die Mitarbeiter der Basis weiterzugeben.

Die Veranstaltung bildete zugleich den Startschuss für die gemeinsame Arbeit der drei Verbänden in rund zehn Arbeitskreisen, welche die Grundlage für den gemeinsamen Tischtennisverband Baden-Württemberg ab Mitte 2019 bzw. Anfang 2020 schaffen soll.

Die überwältigend große Resonanz bei dieser Sitzung vor dem Bundesliga-Spiel Grünwettersbach – Grenzau kann als positives Signal gewertet werden. Verbandsbericht Gemeinsam auf dem Weg zu einem baden-württembergischen Verband.

Die drei Präsidenten der Tischtennisverbände aus Baden, Südbaden und Württemberg-Hohenzollern hatten eingeladen und siebzig Funktionäre nahmen den winterlichen Weg nach Grünwettersbach auf sich, um gemeinsam bei der Kick-Off-Veranstaltung zum Jahresbeginn die Weichen für einen zukünftig gemeinsamen baden-württembergischen Tischtennisverband zu stellen. „Die Zeit ist reif. Wir wollen die vorhandenen Kräfte in einer neuen, gemeinsamen Struktur bündeln“, sagte Rainer Franke in einer vorausgegangenen Pressemitteilung und gab somit das Startsignal.

 

Der derzeitige Präsident des Tischtennisverbands Württemberg-Hohenzollern und des seit 2009 eingetragenen Vereins Tischtennis Baden-Württemberg ist sich mit seinen Kollegen Horst Haferkamp (Südbaden) und Klaus Hilpp (Baden) schon seit längerem einig. „Nach den ganzen Bemühungen in den letzten Jahren ist die Gründung des baden-württembergischen Verbandes nunmehr der letzte logische Schritt in eine gemeinsame Zukunft“, sagte Horst Haferkamp, der zu Beginn der Veranstaltung im neuen Grünwettersbacher Tischtenniszentrum in chronologischer Form die Höhe- und auch Tiefpunkte der langjährigen Zusammenarbeit der drei Tischtennisverbände auflistete. So gab es erste Ansätze bereits in den 1970er und 1980er-Jahren in Form von gemeinsamen Kaderlehrgängen und nach mehreren Jahren der konstruktiven Zusammenarbeit befand man sich 1995 sogar kurz vor dem Zusammenschluss – doch der Fusionsantrag fand in Südbaden nicht die erforderliche Mehrheit. Nach einer knapp zweijährigen „Eiszeit“ wurden laut Haferkamp Anfang 1997 wieder erste Annäherungsversuche unternommen und ein Jahr später gelang der Durchbruch mit der Vertragsunterzeichnung zur Wiedergründung der „ARGE Baden-Württemberg“.

Klaus Hilpp: „Seit jeher ist dies eine Vorzeige-ARGE, die im Leistungssport und dabei vor allem im Jugendbereich mit vielen tollen Erfolgen aufwarten kann.“ Auch Frank Tartsch, Ehrenpräsident des TTVWH und in der Vergangenheit ein großer Verfechter des Zusammenschlusses, verfolgte die Sitzung mit den Tischtennisfunktionären mit großem Interesse. „Die Konstellation ist so gut wie nie. Ich bin schwer begeistert und zweifle nicht daran, dass es bald zur Gründung des gemeinsamen baden-württembergischen Verbandes kommen wird.“ Neben Tartsch gab sich in Grünwettersbach weitere Tischtennisprominenz die Klinke in die Hand. So ließ es sich auch DTTB-Präsident Michael Geiger nicht nehmen, aus dem südbadischen Kinzigtal in den Karlsruher Stadtteil zu kommen, um die Aktivitäten der Verbandsvertreter zu begleiten. Allerdings mit einer für ihn selbstverständlichen Distanz. „In meiner Funktion als Präsident des DTTB halte ich mich raus“, so Geiger, der dennoch mit seinen Beiträgen unterstützend mitwirkte. „Es ist toll, das neue Jahr mit solch einer Veranstaltung zu beginnen“, sagte Geiger in seinem Grußwort und erinnerte sich daran, dass die Schiedsrichter-Obleute der drei Verbände bereits vor zehn Jahren kooperierten. „Inzwischen läuft es bereits in der Jugend hervorragend und auch bei den Senioren, faktisch arbeiten wir ja bereits zusammen. Es ist außergewöhnlich, dass sich heute siebzig Personen hier zusammengefunden haben, die allesamt unseren Sport nach vorne bringen. Wir können insgesamt stolz darauf sein, wie das Tischtennis in Baden-Württemberg momentan da steht.“

Mit einer kurzweiligen und zudem lehrreichen Präsentation gab Stefan Anderer, Geschäftsbereichsleiter Sport und Gesellschaft beim WLSB, zahlreiche Impulse und Anregungen, die bei einer Verschmelzung von Verbänden zu beachten sind. „Es gilt, die Blicke nach vorne zu richten, Synergien zu nutzen und mit Bedacht die erforderlichen Schritte anzugehen“, sagte Anderer, der zudem einige positive und auch negative Fusionsbeispiele auflistete. Der WLSB-Mitarbeiter ging zudem auf die demographische Entwicklung im Land und die Mitgliederentwicklung im Tischtennissport ein. Gesellschaftspolitische Herausforderungen wie das allgemeine Sportverhalten, die Digitalisierung und bildungspolitische Veränderungen wie Ganztagesschulen oder die G8-Schulform stellen den Vereinssport im Allgemeinen und auch den Tischtennissport im Speziellen auf die Probe. „Man muss sich aus der Hängematte der Gewohnheit heraus bewegen“, sagte Anderer und verdeutlichte Erfolgsfaktoren und Veränderungsprozesse, die nicht gänzlich ohne gewisse Widerstände ablaufen. Anderer: „Man muss mit diesem Widerstand umgehen können.“ Zum Abschluss wünschte der Redner den Anwesenden viel Erfolg und die notwendige Geduld, „denn das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“

Im weiteren Verlauf des Kick-Offs stellte Rainer Franke die Arbeitskreise vor, die das baden-württembergische Schiff in den kommenden Monaten und Jahren auf Kurs halten sollen. So sollen bis Ende des Jahres 2017 den Vereinen die Satzungen und Ordnungen vorgestellt werden, die die Basis für den künftigen Zusammenschluss darstellen. Weitere Arbeitskreise beschäftigen sich mit den Finanzen, der Wettspielordnung, den Senioren, den Erwachsenen, der Jugend, der Öffentlichkeitsarbeit, den Schiedsrichtern, dem Thema Recht und Ordnung sowie nicht zuletzt der Sportentwicklung, auf die zukünftig noch mehr der Fokus gerichtet werden soll.

Thomas Walter, seit fünfzehn Jahren Geschäftsführer des TTVWH, gab dabei einen Überblick über die vergangenen und aktuellen Aktivitäten in diesem Bereich, wobei dabei stets die Nachhaltigkeit im Fokus steht. Angefangen von Schul-AG’s, der Aktion „TTVWH on Tour“ über Kurse mit Flüchtlingen oder dem Vereinsservicetag – die Sportentwicklung nimmt bereits einen großen Raum ein. „Sofern nicht bereits geschehen, sollen diese Projekte auf baden-württembergischer Ebene ausgeweitet werden“, sagte Walter. Seit nunmehr sieben Jahren besteht zudem eine Werbepartnerschaft mit der Sparkassen-Finanzgruppe, die nach Aussage von Thomas Walter „derzeit noch etwas TTVWH-lastig ist.“

Zum Abschluss des richtungsweisenden Kick-Off-Meetings hatten die Vertreter aus den Verbänden das Wort. Nicht, ohne vorher unter Anleitung von Doris Simon, der DTTB-Beauftragten im Gesundheitssport, mit ein paar Lockerungsübungen Herz und Kreislauf etwas in Schwung zu bringen. Im Rahmen der abschließenden Diskussionsrunde wurde den drei Präsidenten zuerst einmal mit einer direkten Frage von Doris Simon auf den Zahn gefühlt.

Horst Haferkamp durfte dabei das Rad der Zeit nach vorne drehen. „Sollten wir jetzt das Jahr 2020 und die Gründung des baden-württembergischen Verbands hinter uns haben, wäre meine Vision endlich Wirklichkeit geworden. Das würde mich sehr stolz machen.“ Bezugnehmend auf die bisherigen Erfolgsfaktoren stellte Rainer Franke die Harmonie innerhalb des Präsidiumsteams als großen Pluspunkt heraus. Klaus Hilpp erwähnte, dass es besonders wichtig sei, die Bezirke und Vereine einzubinden. „Wir müssen der Basis die Angst nehmen. Und auch die Skeptiker und Kritiker müssen involviert werden.“

Die Erhaltung der Bezirksfördergruppen in Baden sieht Hilpp als weiteren Erfolgsfaktor. Ein gut funktionierender Informationsfluss wurde seitens der Bezirksvertreter gefordert, was von Rainer Franke auch zugesagt wurde. „Über die bestehenden Medienkanäle werden die Updates kommuniziert.“ Über eine Umstrukturierung der Bezirke werde im Rahmen der Fusion laut Rainer Franke indes nicht nachgedacht. Offen sei hingegen, ob es zu einer neuen Ligen-Einteilung käme. „Das ist ein Thema, das der verantwortliche Arbeitskreis auf die Tagesordnung nehmen muss“, so Franke.

In den abschließenden Ausführungen legte DTTB-Präsident Michael Geiger Wert auf die Aussage, dass „im Zuge einer Verschmelzung der drei Verbände auf der einen Seite Chancen gesucht werden müssen, um Dinge zu verändern und besser zu machen, aber im ersten Schritt vielleicht auch mal Kompromisse eingegangen werden müssen.“ Horst Haferkamp bekräftigte, dass auf die Bezirke weder Vor- noch Nachteile zukommen würden. „Einen großen Nutzen sehe ich allerdings auf Verbandsebene, vor allem im Bereich der Manpower wie zum Beispiel bei der Sportentwicklung“, so Haferkamp. In dasselbe Horn blies auch dessen Freund und langjähriger Präsidiumskollege Frank Tartsch. „Viele Jobs, gerade in der Sportentwicklung oder im Breitensport, sind am besten im Hauptamt zu erledigen. Diese gilt es zu konsolidieren.“ Der Zusammenschluss der Verbände ist spätestens für den 1. Januar 2020 geplant. Voraussetzung hierfür ist, dass an den entsprechenden Verbandstagen im Jahr 2019 die erforderlichen Mehrheiten erzielt werden. Ob das Grünwettersbacher Kick-Off-Meeting in ein paar Jahren als geschichtsträchtiges Ereignis gesehen werden kann, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. Visuell festgehalten wurde die Veranstaltung jedenfalls schon einmal: Nach dem Treffen standen alle Teilnehmer in eigens kreierten TTBW-Shirts für ein Gruppenfoto zur Verfügung, danach bewunderte man die Profis beim Bundesligaspiel zwischen dem gastgebenden ASV Grünwettersbach und dem TTC Zugbrücke Grenzau. Thomas Holzapfel

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